Kategorien
Personalakten

Personalakte von Waldemar Busch

Guten Tag,

fast alles, was mit diesem Mann zu tun hat, ist für Gesken ein Ärgernis oder wurde im Verlauf der Zeit zu einem Problem. Doch es ist unvermeidlich, seinen Steckbrief in Geskens Blog zu hinterlassen. Denn Gesken war mit diesem Waldemar Busch Fast 27 Jahre lang verheiratet.

Waldemar Busch wurde am 30. Januar 1964 in Husum Geboren. Seine Eltern sind Hauke und Therese Busch. Waldemar hat einen älteren Bruder, Barnabas, der am 26. Januar 1963 zur Welt kam.

Er ist ein gutaussehnder blonder Mann mit grüngrauen Augen. Er ist 1.85 M groß und hat auffallend schöne Hände.

Nach dem Abitur studiert Waldemar Kunst in Düsseldorf. Doch schon zuvor galt er allen, die er kannte, als zeichnerisches Wunderkind. Für eine große künstlerische Karriere als Maler, Professor oder Lehrer ist er jedoch zu unbeständig und faul.

Er lernt Gesken kennen als diese im Todesfall seiner Großmutter ermitteln muss. Gleich bei ihrer ersten Begegnung stellt er fest, dass sie die Frau ist, die er braucht.

Sie ist bodenständig und zuverlässig, hat einen sicheren Job und stellt keine Ansprüche. Auch optisch, findet er, macht sie was her. Es stört ihn ebenfalls nicht, dass ihre Arbeit sie stark fordert.

Waldemar weiß, was er tun muss, um Gesken, die bezogen auf Männer ein geringes Selbstbewusstsein hat, für sich zu gewinnen. Sie geht ihm natürlich ins Netz. Sie heiraten standesamtlich und kirchlich am Freitag dem 05. Mai 1989.

Dass Gesken für den gemeinsamen Lebensunterhalt sorgt, stört ihn nicht. Schließlich sorgt sie damit dafür, dass er nur ab und zu arbeiten muss.

Was ihn stört, ist, dass sie sich weigert, seinen Namen anzunehmen, das kleine Haus mit Rieddach nur auf ihren eigenen Namen kauft und seinen Sportwagen nicht finanzieren will.

Sehr schnell kommt es dazu, dass sie weitgehend nebeneinanderher leben. Gesken gibt sich die Schuld daran. Nur in seinen begeisterten Schaffensphasen bemüht er sich sehr um sie, wickelt sie einige Male erfolgreich um den Finger. Da sie von seinen Bemühungen gerührt und beeindruckt ist, verschärft das ihre Gewissensbisse noch.
Am 26. Oktober 1993 wird ihre erste Tochter Ricarda geborren. Am 28. Dezember 1997 kommt Engelke zur Welt.

Offiziell ist Waldemar Busch bis 2015 Hausmann. Er erledigt fast alle Hausarbeiten recht zuverlässig. Nur kochen lernt er nie. In den ersten Jahren kocht Gesken immer vor. Ab 2005 steht Engelke regelmäßig in der Küche und wechselt sich mit Gesken mit dem Kochen ab.

Ende 1999 will sich Gesken eigentlich von Waldemar scheiden lassen, weil sie von seinen Affären mit Kunstschülerinnen genervt ist. Das Paar entscheidet sich nach längerem Hin und Her aber dafür offiziell zusammen zu bleiben. Allerdings besteht Gesken darauf, dass Waldemar seine amourösen Abenteuer nicht in ihrem Zuhause ausleben darf.

Als Gesken am 09. April 2015 erfährt, dass es Waldemar irgendwie gelungen ist, ihr Haus zu beleihen, um ein Haus auf La Gomera zu kaufen, in dem er zeitweilig wohnen möchte und Malkurse anbieten will, beschließt sie, die Scheidung einzureichen. Als sie Waldemar wenige Stunden später mit seiner neuen Freundin infla granti erwischt, stellt sie ihm kurzerhand die Koffer vor die Tür und schmeißt ihn aus dem Haus.

Zwar ließ sich Gesken von ihren Schwiegereltern dazu überreden, gegen Waldemar keine Anzeige wegen Betrugs zu erstatten. Doch sie beharrte auf Trennungsjahr, Unterhaltsverzicht seinerseits und Scheidung.

Waldemar zog es vor, sich an diese Bedingungen zu halten, reiste am 30. April nach La Gomera und eröffnete dort seine Malschule.

Ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich erwähne, dass er zumindest zeitweilig nach Hinrichskoog zurückkehren wird.

Liebe Grüße

Paula Grimm

Kategorien
Personalakten

Personalakte Dr. Jan Wilhelmsen

Guten Tag,

über ihn muss man nicht viele Worte machen, obwohl es viel über diesen außergewöhnlichen Mann zu sagen gäbe. Ihr werdet ihn im Lauf der Zeit sehr gut kennenlernen, denn er ist Geskens bester Freund, nein, ihr Vertrauter und Seelenverwandter.

Geboren wurde Jan Wilhelmsen in Hamburg. Sein Geburtsdatum ist der 01. Januar 1950. Auf der Geburtsurkunde steht, Vater unbekannt.

Seine Mutter Josefine Wilhelmsen ist offiziell Schneiderin von Beruf. Jans Onkel Jan, der seine Frau Minna überredet, Jan aufzunehmen, sagt jedoch immer wieder über seine jüngere Schwester:
„ich verstehe nicht, wie sie so halbseiden wurde.“

Jan Wilhelmsen der Jüngere wächst mit seinen beiden Cousinen, Gesine und Wibke bei Jan und Minna im alten Land auf.

Wie viele hochbegabte Kinder langweilt sich Jan in der Schule. Sein Berufswunsch steht früh für ihn fest. Denn sein Berufswunsch steht ab seinem neunten Lebensjahr fest. Er will Rechtsmediziner werden. Auslöser ist, dass er im örtlichen Lebensmittelladen einkaufen soll und den Ladenbesitzer Lars Bäcker erschlagen hinter der Ladentheke auffindet. Wie die Ermittlungen ergeben hatte der Liebhaber der Ehefrau den Mann wenige Minuten zuvor erschlagen.

Jan ist alles Andere als beliebt. Denn er ist ein sehr großer, stiller, intelligenter Junge. So mundfaul er auch sein mochte. Er hatte schon früh eine gute Linke, mit der er sich durch die Konflikte in Kindheit und Jugend schlägt.

Bestens versteht er sich dagegen mit Tieren und seinem Ziehvater Jan.

Jans Berufswunsch erfüllt sich. Er lernt Gesken Paulsen im Juli 1987 bei ihrer ersten eigenen Mordermittlung kennen. Zu der Zeit ist der Rechtsmediziner noch mit Prof. Henriette Keller verheiratet. Die ebenfalls hochbegabte Frau ist Wirtschaftswissenschaftlerin. Sie trennt sich Anfang 1988 von Wilhelmsen und geht mit ihrem neuen Lebensgefährten nach Amerika.

Ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich jetzt, im April 2020, schreibe, dass Gesken und Jan Anfang 2018, nachdem Wilhelmsen pensioniert wurde, ein spät berufenes Paar geworden sind. 🙂

Liebe Grüße

Paula Grimm

Kategorien
Personalakten

Personalakte Hein Paulsen

Guten Tag,

hier kommt der Steckbrief einer Person, die für Gesken sehr wichtig ist.

Hein Paulsen wurde am 04. Januar 1915 als ältester Sohn von Jan und Silke Paulsen in Hinrichskoog geboren. Er hat zwei jüngere Schwestern, Imke und Lena.

Heins Vater verstirbt an einer Lungenentzündung im Februar 1926. Nach dem Tod der Mutter im April 1936 erbt Hein den elterlichen Bauernhof. Bereits am 15. März 1936 hatte er seine erste Frau Else geb. Timmermanns geheiratet. Ein Jahr später werden dem Ehepaar dieZwillinge Elke und Ellen geboren.

Im August des Jahres 1945 wird Heins erste Ehe geschieden, seine Frau heiratet den englischen Rechtsanwalt Benjamin Stevenson und zieht mit ihrem Mann nach London. Hein stimmt nach einigen heftigen Streitigkeiten zu, dass die Kinder mit der Mutter wegziehen und von Stevenson adoptiert werden.

In der Schneiderei seiner Schwester lernt Hein Emma Deichgraf kennen. Was zunächst eine väterliche Freundschaft ist, wird die große Liebe seines Lebens. Hein Paulsen heiratet Emma am 06. Januar 1958 an ihrem 21. Geburtstag.

Als Emma und Hein vom Tod ihrer Halbschwester erfahren, ist Hein sich sehr unsicher ob Gesken in ihre Familie aufgenommen werden kann. Seine Frau überzeugt ihn zunächst das Kind vorübergehend aufzunehmen. Später entschließen sice sich gemeinsam Gesken zu adoptieren.

Hein ist Gesken ein sehr guter Vater. Nach Bedarf verstehen sie sich blind oder ohne Worte. Da Gesken fleißig und gelehrig ist, kann sich Hein darüber freuen, wie schnell und wie gut sich das Mädchen in das Leben auf seinem Bauernhof einfügt.

Hein Paulsen verstirbt am 03. Mai 2003 bei einem Autounfall.

Liebe Grüße

Paula Grimm

Kategorien
Personalakten

Personalakte – Emma Paulsen

Guten Tag,

 

hier kommt der Steckbrief einer sehr wichtigen Person für Gesken. Emma Paulsen wurde am 06. Januar 1937 in Husum geboren. Ihre Eltern waren die Eheleute Merle und Lars Deichgraf. Nachdem ihr erster Ehemann im September 1942 bei der Versenkung des Uboots starb, auf dem er Funker war, heiratet Emmas Mutter ihre große Jugendliebe, den Arzt Dr. Friedrich Beckmann. Beckmann weigert sich Emma zu adoptieren.

 

Mit Beckmann bekommt Emmas Mutter Merle drei weitere Kinder. Merle und Nele am 25. Mai 1944 und Friedrich am 31. Januar 1946.

 

Im Jahr 1951 wird Emma nach Hinrichskoog geschickt, wo sie bei der unverheirateten Schwester ihres späteren Mannes, Imke Paulsen, eine Ausbildung zur Schneiderin macht. Emma arbeitet bis zu ihrer Hochzeit am 06. Januar 1958  mit Imke Paulsen zusammen.

 

Für viel Gerede im Dorf und jede Menge Spott ihrer Familie in Husum sorgt die Tatsache, dass Emmas Mann Hein Paulsen 22 Jahre älter ist als sie und schon zwei erwachsene Kinder hat, Elke und Ellen Paulsen sind wie Emma im Jahr 1937 geboren.

 

Von Hein Paulsen bekommt Emma zwei Söhne. Am 06. Mai 1961 kommt Jonte zur Welt. Am 08. Mai 1963 wird Thorsten geboren.

 

Als Emma Paulsen vom Tod ihrer jüngeren Halbschwester erfährt, setzt sie alles daran, dass Gesken zu ihrer Familie nach Hinrichskoog kommen kann, und dass sie Gesken adoptieren kann so schnell es eben möglich ist.

 

Gesken und Emma, die auch ihre Patin ist, haben viel gemeinsam. Beide sind ausgesprochen große Frauen, obwohl Emma etwa acht Zentimeter kleiner ist als Gesken. Beide sind gleichermaßen bodenständig und kreativ, lieben Tiere, verbringen ihre wenige Freizeit gern draußen oder mit Handarbeiten und sind gutem Essen keineswegs abgeneigt. Als echte Landfrauen schmeckt ihnen aber auch ein gutes Bier und ab und zu ein ordentlicher Schnaps. Sie sind in nichtkonfessionellen Sinn tief gläubig.

 

Bei einem Unfall, den sie am 03. Mai 2003 hatte, und bei dem ihr Mann starb, lebt Emma Paulsen in einem Altenwohnheim in Husum. Seit dem Unfall kann nichts mehr sehen und ist gelähmt. Ihr Verstand funktioniert bis heute tadellos. Gesken besucht sie so oft als möglich. Adoptivmutter und Adoptivtochter haben wie eh und je ein ausgesprochen gutes Verhältnis.

 

Den Hof hat Emma ihrem Sohn Jonte übergeben, der ihn seit dem Tod des Vaters in dessen Sinn führt. Thorsten dagegen arbeitet bei einer Bank und kümmert sich wenig um die Mitglieder seiner Herkunftsfamilie, da er glaubt, dass diese der Familie, die er gegründet hat und der Sippschaft, in die er eingeheiratet hat, unwürdig ist. Unter dieser Entfremdung leidet Emma Paulsen zuweilen immer noch stark.

 

Liebe Grüße

 

Paula Grimm

 

Kategorien
Personalakten

Personalakte – Gesken Paulsen

Guten Tag,

in der Rubrik Personalakten stelle ich die Personen, die in Geskens Geschichte(n) vorkommen, näher vor. Den Anfang macht natürlich Gesken selbst.

Gesken wurde am 24. Dezember 1965 in Jensum geboren und zwar um 19.25 Uhr. Ihr Geburtsname ist Eisenbeiß, denn sie ist die einzige Tochter der Eheleute Viktor und Merle Eisenbeiß. Nach dem Tod ihrer Mutter und der Inhaftierung ihres Vaters kommt sie im Juli 1969 zur Familie ihrer Tante Emma Paulsen nach Hinrichskoog. Gesken wächst auf dem Hof von Emma und Hein Paulsen auf, da sie von ihrer Tante und ihrem Ehemann adoptiert wird.

Die Tötung ihrer Mutter bringt Gesken dazu, sich vorzunehmen: „Wenn ich groß werde, fange ich Mörder.“

Sie nimmt einen Umweg zur Kriminalpolizei. Denn nachdem sie ihren Realschulabschluss hat, wird sie zunächst medizinischtechnische Laborassistentin bei der Polizei. Schließlich bewirbt sie sich als Anwärterin für die Kriminalpolizei und wird Kriminalbeamtin.

Gesken lernt im Zug einer Mordermittlung den Maler Waldemar Busch kennen, heiratet ihn und bekommt von ihm zwei Töchter, Rikarda 1993 und Engelke 1997. Da sie im Juni 2015 dahinter kommt, dass Waldemar sie auch finanziell hintergangen hat, wirft sie ihn aus ihrem Haus und reicht die Scheidung ein. Waldemar und seine wesentlich jüngere Gespielin ziehen auf La Gomera und gründen eine Malschule.

Ihre große Liebe und ihr Seelenverwandter ist der Pathologe Der. Jan Wilhelmsen. Sie kennen einander seit Geskens erstem Mordfall. Doch erst, nachdem Dr. Wilhelmsen Ende 2017 pensioniert wird, werden sie offiziell ein Paar.

Gesken verbringt so viel Zeit als möglich in der Natur. Sie liebt Tiere, kennt sich vor allem mit Pferden und Hunden aus. Und ich kann wohl so viel verraten, dass sie am ende des Romans stille Bylle endlich wieder auf den Hund kommt. Auf den Hund kommt? – Nein, sie wird zwei Hündinnen haben, Bläss von Sibylle Leuchteblau und eine Leonbergerhündin Hummel.

Gesken begegnet Menschen in fast allen Lebenssituationen aufmerksam und mit freundlicher Bestimmtheit gegenüber. Sie ist umsichtig und geduldig. Aber gerade mit ihrer Geduld und Beharrlichkeit kommt sie oft nicht gut an. Denn damit geht sie ihren Mitmenschen häufig auf die Nerven. Gesken ist jovial, sie schließt sich aber nur sehr selten Menschen freundschaftlich an. Geskens phänomenales Gedächtnis, schnelle Auffassungsgabe und Intelligenz bringen ihr bei den Kollegen viel Neid ein. Da sie jedoch nicht ehrgeizig sondern nur falloirentiert arbeitet, wird sie im Verlauf ihrer Dienstzeit von manchem jüngeren Kollegen auf der Karriereleiter überholt.

Gesken ist 1.93 M groß, hat aufmerksame tiefblaue Augen und schwarzes Haar, eine große Adlernase und einen verhältnismäßig kleinen Mund. Wann immer es möglich ist, kleidet sie sich sportlich leger und trägt einen Bauernzopf. Um sich zu entspannen, geht sie in die Natur, kocht, backt und liest sie. Darüber hinaus hat sie ein Patent, dass ihr erlaubt das eigene Hausboot zu steuern. Sie ist auch eine gute und umsichtige Autofahrerin, was sie aber nicht ausstehen kann.

Mehr über Gesken erfahrt Ihr in Geskens Geschichte(n) und in den veröffentlichten Büchern.

Liebe Grüße

Paula Grimm
Und hier geht’s zum ersten Teil des romans Stille Bylle in der Kindleedition