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Frederike und Gesken Geskens Geschichte(n)

01. Vorwort zu Frederike und Gesken

Plötzlich kam sie mir in den Sinn, Frederike Schmolke. Sie ist eine alte Dame aus Berlin, die Gesken 1973 kennenlernt. Es entwickelt sich schnell eine mütterliche, nein, großmütterliche Freundschaft zwischen Gesken und Frederike. Es ist ein tragischer Todesfall, der das Mädchen und die lebenskluge Frau zusammenführt. Bald merken sie auch, dass sie durch ihre Liebe zur Natur und ihr Interesse an ungeklärten Todesfällen verbindet.

Mehr verrate ich nicht.

 

Damit Ihr Euch schon ein Bild von Frederike machen könnt, kommt hier ein kurzer Steckbrief:

Name: Frederike Schmolke geb. Teelen.

Geburtsdatum: 04.05.1903

Grö?e: 1.70 M

Gewicht: 48 KG.

Die Frau mit den grünbraunen Augen und dem vollen weißen Haar wirkt zerbrechlicher als sie ist. Sie ist immer mit einer rotbraunen großen Umhängetasche bewaffnet, in der nie ein gut gespitzter Bleistift und ein Notizbuch fehlen.

 

In den meisten Situationen ist sie schlagfertig. Ihr fällt immer noch etwas ein, was sie unbedingt wissen will. Sie hat eine schnelle Auffassungsgabe, kann sich bei Bedarf sehr zerstreut geben und hat trotz ihres Alters ein phänomenales Gedächtnis für Personen und Details.

 

 

Die Artikel der Kategorie Frederike und Gesken sind ein Experiment. Das Experiment trägt den Arbeitstitel Paula Grimm Blogt, was vielleicht  einmal ein Buch werden soll. Ob und welche Geschichten über Frederike und Gesken als Ebook und/oder Taschen- und Hörbuch erscheinen werden, hängt von zwei Dingen ab.

 

  1. Von der Besucherzahl der Beiträge.
  2. 2. Wenn ich genügend Anregungen, Fragen und Kritik erhalte, um den Text im Sinn der Leser zu  einem Buch gestalten zu können.

Ich freue mich auf die Arbeit an diesem Projekt, das ich, wann immer es geht, weiterführen werde.

 

Die erste Geschichte trägt den Titel wider die Existenzvernichtung. Was Frederike und Gesken im Sommer 1973 erleben, wird anhand der Tagebuchaufzeichnungen von Frederike beschrieben.

 

Ich wünsche Euch gute Unterhaltung mit diesem Blogbuch und wünsche Euch auch viel Vergnügen mit Fragen, Anregungen und Kritik, die Ihr mit Hilfe der Kommentarfunktion zu einzelnen Kapiteln oder für das Projekt hinterlassen könnt! 😉

 

Paula Grimm

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Geskens Geschichte(n) Pfotenabdrücke

Hunde lieben, weil sie Hunde sind

Guten Tag,

 

es gibt viele Dinge, die mich von den Protagonistinnen in meinen Romanen unterscheiden. Aber es gibt auch viele Dinge, die wir alle gemeinsam haben. Das ist z. B. die Liebe zur Natur vor allem zu Tieren und ganz besonders zu Hunden.

 

So sind auch Gesken und Bylle große Hundefreundinnen. Es ist bei beiden Frauen eine solide Kennerschaft und Liebe.

So heißt es in stille Bylle über Gesken, als sie sich mit Bläss, den Blindenführhund von Sibylle Leuchteblau, nähert: „Dann ging Gesken mit ruhigen Schritten auf Bläss zu. Dabei geschah etwas, was ihre Kollegen schon häufiger erlebt hatten, was sie nicht verstehen konnten, was so unglaublich war, dass sie es bestaunten wie ein Wunder. Sie hatten miterlebt, wie Gesken mit Kindern umging und dabei wie ein Kind gewesen war. Sie hatten miterlebt, wie sie sich mit alten Menschen unterhalten hatte und wie sie dabei genauso alt gewesen zu sein schien wie die alten Leute. Und nun erlebten sie mit, wie sie jetzt auf Bläss zuging, und – obwohl obwohl sie auf ihren beiden Beinen nach Menschenart aufrecht ging und mit ihrer ihrer menschlichen Stimme sprach – war sie doch wie ein Arbeitshund, der sich einen anderen Arbeitshund zuwandte.

 

„Bläss, Bläss, steh auf“, sagte sie ruhig.

Und so langsam wie Bläss aufstand, so langsam bewegte Gesken ihre Hand auch auf sie zu, damit die Hündin sie beschnuppern konnte.“

 

 

Gut gegründet ist die Liebe zu den Vierbeinern durch die frühe Erfahrung mit dem besten Freund des Menschen. So begegnen Gesken und Bylle schon in ihrer frühen Kindheit freundliche Vierbeiner, mit denen sie eine robuste Freundschaft pflegen können. Das zeigt sich bereits im

<a href=“ https://www.amazon.de/Stille-Bylle-Slaap-witte-Wulken-ebook/dp/B07YXPCRHY/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=&#65533;M&#334;&#65533;&#65533;&keywords=Stille+Bylle&qid=1571060722&s=digital-text&sr=1-1″ rel=“nofollow“>ersten Teil des romans Stille Bylle in der Kindleedition</a> und in den Versionen in den anderen Internetshops, wenn die ersten Kontakte zu Hunden beschrieben werden.

 

Für Gesken gilt: „Ein Leben ohne Hund ist ein Hundeleben.“ Und ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich hier schreibe, dass Gesken am ende gleich „vor zwei Hunde“ geht und das als großes Glück erlebt.

 

Eine Anekdote aus Geskens früher Kindheit darf hier nicht fehlen. Im Kindergarten will Gesken nur Hunde zeichnen. Die Erzieherin, die Plattdeutsch in ihrer Gruppe verboten hatte, fragt Gesken:

„Warum zeichnest du nur Hunde?“

„Weil ich Hunde liebe.“

„Warum liebst du Hunde?“

„Ich liebe Hunde, weil sie Hunde sind!“

 

Dieses Gespräch ist wieder einmal ein Zeichen dafür, dass Felicitas, Amanda Bylle und Gesken nicht nur größer sind als meine Wenigkeit sondern mir im vielen Dingen voraus sind. Auf diese einfache und klare Antwort auf diese Frage bin ich seiner Zeit im St. Antoniuskindergarten nicht gekommen.

 

Gesken kommt wie die drei anderen Protagonistinnen aber nicht nur auf den Hund sondern wird immer mehr auch andere Tiere lieben. 😉

 

Liebe Grüße

 

Paula Grimm

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Geskens Geschichte(n) Grundlagen

Über Ortsnamen in Geskens Geschichte(n)

Guten Tag,

wer meine Geschichten schon etwas kennt, weiß, dass ich gerne Orte erfinde. Ein für mich typisches Beispiel ist Tannhuysen am linken Niederrhein. In diesem erdachten Dorf ist ein großer Teil der Handlung meines Felicitasromans verortet.

Der Grund dafür, einen Ort in meiner Heimat zu erfinden, war, dass ich die in weiten Teilen harte und mysteriöse Geschichte Leuten in Dörfern wie Holthuysen nicht „anhängen“ wollte. Darüber hinaus macht es mir auch besonderen Spaß Orte selbst zu gestalten.

Selbstverständlich muss man sich mit der Region befassen, in der sich die Stadt oder das Dorf befindet. Wenn man den regionalen Sprachgebrauch und typische landschaftliche Gegebenheiten kennt, bekommt man nicht nur Hilfe bei der Entwicklung und Beschreibung der Topographie sondern auch Impulse für die Namensgebung.

Auch dafür ist Tannhuysen ein gutes Beispiel. So gibt es im Kreis Kleve das Dorf Holthuysen.

Ich liebe meine niederrheinische Heimat und die Küstenregionen Deutschlands. Diese Gebiete gehören sprachlich in den großen und vielseitigen niederdeutschen Sprachraum. Obwohl dieser Sprachraum groß und vielseitig ist, gibt es sprachliche Aspekte, die in dem gesamten Einzugsgebiet des Niederdeutschen vorkommen. ein Beispiel dafür ist die Endung um in Ortsnamen. An Niederrhein gibt es z. B. Issum und Wankum. In Norddeutschland gibt es Pilsum oder Inselnamen wie Borkum etc. So habe ich das Dorf Jensum als Geskens Geburtsort für meine kreative Landkarte erfunden.
Auch dafür, dass topographische Gegebenheiten namensgebend sind, gibt es im Norden Deutschlands reale Beispiele. Christianskoog und andere Ortsbezeichnungen weisen auf die Geschichte der Landgewinnung an der Küste hin. Mehr dazu könnt Ihr lesen unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Koog.

Auch Siel, wie es in Ortsbezeichnungen wie Karolinensiel vorkommt, hat mit der Geschichte der Landgewinnung zu tun. So könnte es den Ort Herrmannsiel, wo das Hotel Viermaster steht, in dem die Geschcihte spielt, tatsächlich geben. Ich werde Gesken bei ihren Adoptiveltern in Hinrichskoog auf einem Bauernhof aufwachsen lassen.

Alles kann man nicht erfinden. So freue ich mich auf einen Besuch in Husum im Verlauf des nächsten Jahres, wo Gesken arbeitet. Recherche ist ein guter Grund die Küste hin und wieder zu besuchen. 🙂

Liebe Grüße

Paula Grimm